Presseberichte über die Werbeagentur Schulz-Design

Berichte in der HAZ und NP Hannover

Berichte über die Werbeagentur Schulz-Design in der HAZ und NP Hannover

Hier sind die jeweiligen Texte zum Nachlesen in Reinform:


NP Titelseite vom 22.12.2022:

Verfassungsschutz ins Theater?

CDU fordert nach „Reichsbürger“-Treffen Beobachtung des Leibniz-Theaters. SPD spricht sich für Boykott aus.

Hannover. Berichte über „Reichsbürger“-Versammlungen im Leibniz-Theater haben die Kommunalpolitik aufgeschreckt. Die CDU schlägt sogar vor, dass die Einrichtung vom Verfassungsschutz beobachtet werden sollte. „Das Leibniz-Theater beheimatet Menschen, die den demokratischen Staat abschaffen wollen“, so Felix Semper, Fraktionschef der CDU im Rat der Stadt. Lars Kelich (SPD) fordert einen Boykott des Theaters, „so lange, bis die Menschen dort zur Vernunft kommen“. Zudem dürfe das Haus nicht mehr in den Genuss von Zuschüssen der Stadt kommen, was aktuell aber auch nicht der Fall sein soll.

Mehrere Künstler sagten unterdessen ihre Auftritte ab. Auch die Werbeagentur Schulz kündigte die Zusammenarbeit auf. Theaterchef Joachim Hieke hatte zuvor Treffen von „Reichsbürgern“ in der Kultureinrichtung bestätigt, seine eigene Teilnahme daran verteidigt.

Quelle: Neue Presse Hannover. Autoren: Andreas Schinkel und Stefan Arndt



NP Seite 17 vom 22.12.2022:

SPD ruft zum Boykott des Leibniz-Theaters auf

Entsetzen in Politik und Kultur nach „Reichsbürger“-Treffen

Hannover. Regelmäßige Treffen von „Reichsbürgern“, ein Theaterchef, der die Corona-Pandemie für „Fake“ hält – der Wirbel um das hannoversche Leibniz-Theater hat bei Kommunalpolitikern, aber auch bei Künstlern Entsetzen ausgelöst. Die SPD ruft zum Boykott des privaten Theaters in der Calenberger Neustadt auf. Die CDU regt an, dass der Verfassungsschutz das Theater genauer unter die Lupe nimmt, und erste Künstler beginnen, ihre Auftritte abzusagen.

Die SPD ist erzürnt. „Wir müssen gegenüber den Feinden der Demokratie klare Kante zeigen und das heißt: Boykott des Theaters so lange, bis die Menschen dort zur Vernunft kommen“, sagt SPD-Fraktionschef Lars Kelich. Klar sei auch, dass das Leibniz-Theater nicht in den Genuss einer städtischen Förderung kommen dürfe. Tatsächlich bekommt das Haus aktuell keine Zuschüsse aus der Stadtkasse. Letztmalig zum Doppelhaushalt 2019/20 hatte das damalige Ampel-Ratsbündnis eine Summe von 20.000 Euro für das Leibniz-Theater beantragt.

Die Grünen sind ebenfalls entsetzt. „Auch Kultureinrichtungen sind nicht vor rechtsextremen Netzwerken und ihrer antidemokratischen Ideologie geschützt“, sagt Grünen-Kulturpolitiker Liam Harrold. Er schlägt vor, die rechtsextreme Szene in Hannover sorgfältiger in den Blick zu nehmen, um Gefahren frühzeitiger erkennen und geeignete Maßnahmen ergreifen zu können.

Die CDU schlägt vor, das Theater vom Verfassungsschutz beobachten zu lassen. „Das Leibniz-Theater beheimatet Menschen, die den demokratischen Staat abschaffen wollen“, sagt CDU-Fraktionschef Felix Semper. Unglaublich sei es, dass eine Kultureinrichtung Verfassungsfeinden Raum für Treffen gebe. Auch die FDP ist schockiert. Es sei unfassbar, sagt FDP-Fraktionschef Wilfried Engelke, dass sich der Theaterchef als „Freigeist“ bezeichne und die Souveränität Deutschlands anzweifele. „Wir müssen künftig genauer hinschauen, wer sich in Kultureinrichtungen versammelt“, sagt er. Jedoch dürfe keine Institution unter Generalverdacht gestellt werden.

Viele Künstler, die in dem Haus auftreten wollten, gehen nun auf Distanz zum Theaterleiter und überlegen, ihre geplanten Auftritte abzusagen oder umzulegen. Die beiden Musiker Cyril Krueger und Martin Hauke, die am heutigen Donnerstag ihr Rolling-Stones-Programm „Totally Stripped“ im Leibniz-Theater präsentieren wollten, ziehen kurzfristig in die Marlene um. Auch Sänger Oliver Perau und Pianist Lutz Krajenski haben ihre für das kommende Jahr geplanten Auftritte abgesagt, weitere Künstler überlegen derzeit noch, wie sie mit der Situation umgehen können, und sind auf der Suche nach alternativen Auftrittsmöglichkeiten.

Thomas Schulz von der Werbeagentur Schulz, die die Webseite des Theaters gesponsert hat, reagiert ebenfalls scharf: Theaterchef Joachim Hieke habe sich radikalisiert und von der politischen Realität verabschiedet, teilte Schulz am Mittwoch mit. „Die Nachricht, dass er jetzt ,Reichsbürgern’ sein Theater für Treffen zur Verfügung stellt und ihre verfassungsfeindlichen Botschaften sogar öffentlich verteidigt, bringt das Fass zum Überlaufen.“ Die Agentur werde die Zusammenarbeit mit dem Theater beenden.

Quelle: Neue Presse Hannover. Autoren: Andreas Schinkel und Stefan Arndt



HAZ Seite 16 vom 22.12.2022:

Nach „Reichsbürger“-Treffen: SPD ruft zu Theater-Boykott auf

SPD: „Klare Kante gegen Demokratiefeinde zeigen“ / CDU: Verfassungsschutz sollte Lebniz-Theater beobachten / Künstler weichen an andere Spielorte aus

Regelmäßige Treffen von „Reichsbürgern“, ein Theaterchef, der die Corona-Pandemie für einen „Fake“ hält – der Wirbel um das hannoversche Leibniz-Theater hat bei Kommunalpolitikern, aber auch bei Künstlern Entsetzen ausgelöst. Die SPD ruft zum Boykott des privaten Theaters in der Calenberger Neustadt auf. Die CDU regt an, dass der Verfassungsschutz das Theater genauer unter die Lupe nimmt, und erste Künstler denken darüber nach, ihre Auftritte abzusagen.

Haus erhält keine Zuschüsse
Die SPD ist erzürnt. „Wir müssen gegenüber den Feinden der Demokratie klare Kante zeigen und das heißt: Boykott des Theaters so lange, bis die Menschen dort zur Vernunft kommen“, sagt SPD-Fraktionschef Lars Kelich. Klar sei auch, dass das Leibniz-Theater nicht in den Genuss einer städtischen Förderung kommen dürfe. Tatsächlich bekommt das Haus aktuell keine Zuschüsse aus der Stadtkasse. Letztmalig zum Doppelhaushalt 2019/20 hatte das damalige Ampel-Ratsbündnis eine Summe von 20.000 Euro für das Leibniz-Theater beantragt.
Die Grünen sind ebenfalls entsetzt. „Auch Kultureinrichtungen sind nicht vor rechtsextremen Netzwerken und ihrer antidemokratischen Ideologie geschützt“, sagt Grünen-Kulturpolitiker Liam Harrold. Er schlägt vor, die rechtsextreme Szene in Hannover sorgfältiger in den Blick zu nehmen, um Gefahren frühzeitiger erkennen und geeignete Maßnahmen ergreifen zu können.
Die CDU schlägt vor, das Theater vom Verfassungsschutz beobachten zu lassen. „Das Leibniz-Theater beheimatet Menschen, die den demokratischen Staat abschaffen wollen“, sagt CDU-Fraktionschef Felix Semper. Unglaublich sei es, dass eine Kultureinrichtung Verfassungsfeinden Raum für Treffen gebe. Auch die FDP ist schockiert. Es sei unfassbar, sagt FDP-Fraktionschef Wilfried Engelke, dass sich der Theaterchef als „Freigeist“ bezeichne und die Souveränität Deutschlands anzweifle. „Wir müssen künftig genauer hinschauen, wer sich in Kultureinrichtungen versammelt“, sagt er. Jedoch dürfe keine Institution unter Generalverdacht gestellt werden.

Cyril krüger verlegt Konzert
Viele Künstler, die in dem Haus auftreten wollten, gehen nun auf Distanz zum Theaterleiter und überlegen, ihre geplanten Auftritte abzusagen oder umzulegen. Die beiden Musiker Cyril Krüger und Martin Hauke, die am heutigen Donnerstag die Premiere ihres Rolling-Stones-Programms „Totally Stripped“ im Leibniz-Theater präsentieren wollten, ziehen kurzfristig in die Marlene um. Auch Sänger Oliver Perau und Pianist Lutz Krajenski haben ihre für das kommende Jahr geplanten Auftritte abgesagt, weitere Künstler überlegen derzeit noch, wie sie mit der Situation umgehen können, und sind auf der Suche nach alternativen Auftrittsmöglichkeiten.

Werbeagentur reagiert
Thomas Schulz von der Werbeagentur Schulz, die die Webseite des Theaters gesponsert hat, reagiert ebenfalls scharf. Theaterchef Joachim Hieke habe sich radikalisiert und von der politischen Realität verabschiedet, teilte Schulz am Mittwoch mit. „Die Nachricht, dass er jetzt ,Reichsbürgern‘ sein Theater für Treffen zur Verfügung stellt und ihre verfassungsfeindlichen Botschaften sogar öffentlich verteidigt, bringt das Fass zum Überlaufen.“ Die Agentur werde die Zusammenarbeit mit dem Theater beenden.

Quelle: Hannoversche Allgemeine Zeitung. Autor: Andreas Schinkel und Stefan Arndt

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